Freie Wähler fordern Dresden-Einladung an die UNESCO zur Brückenbesichtigung

Die FREIEN WÄHLER schlagen der Landeshauptstadt Dresden vor, die UNESCO zu einer Besichtigung der Dresdner Waldschlößchenbrücke einzuladen. Die UNESCO soll sich vor Ort ein Bild davon machen, wie harmonisch die neue Dresdner Brücke ins Dresdner Elbtal gebaut wurde. Sie steht dem damaligen Antrag und der darauf folgenden Zuerkennung des Welterbetitels nicht entgegen.

Landesvize Steffen Große aus Dresden: „Es würde auch einer großen internationalen Organisation wie der UNESCO gut zu Gesicht stehen, einen Fehler einzuräumen und den Entzug des Titels Weltkulturerbe zurückzunehmen. Die Sorge, die Brücke würde das Elbtal optisch erheblich belasten, dürfte sich bei Betrachtung vor Ort als unbegründet erweisen.“

Oberbürgermeisterin Orosz sollte nach Auffassung von Manfred Evens vom Bündnis FREIE BÜRGER nun eine freundliche Einladung an die UNESCO verfassen.

Dresden sei auch ohne Weltkulturerbetitel Besuchermagnet. Als Elbflorenz und mit zahlreichen Sehenswürdigkeiten könne Dresden sehr gut für sich werben. Wenn die UNESCO ihre damalige Entscheidung des Titelentzugs zurücknähme, würde aber der Gerechtigkeit genüge getan und würde das die UNESCO im Ansehen aufwerten.

Antwort Bürgermeisterin Orozs vom 19.12.2013:

Sehr geehrter Herr Große,
sehr geehrter Herr Evens,

für lhr Schreiben vom 24. Oktober 2013 und den darin unterbreiteten Vorschlag, Vertreter der UNESCO zu einer Besichtigung der nunmehr fertiggestellten Waldschlößchenbrücke einzuladen, danke ich lhnen.
Für mich steht fest, dass das Dresdner Elbtal auch nach der Verkehrsfreigabe der Brücke weiterhin welterbewürdig ist. Den Löschungsbeschluss des UNEsCO-Welterbekomitees im Jahr 2009 hatte ich daher mit großem Bedauern aufgenommen.
Bereits zur feierlichen Eröffnung der Waldschlößchenbrücke am 24. August 2013 waren Vertreter der UNESCO eingeladen, sich ein Bild des fertigen Bauwerks und seiner Auswirkungen auf das Dresdner Elbtal zu machen. Leider sagten sowohl der Botschafter und Ständige Vertreter der
Bundesrepublik Deutschland bei der UNESCO, Herr Dr. Worbs, als auch der Generalsekretär der Deutschen UNESCO-Kommission e. V., Herr Dr. Bernecker, ihre Teilnahme ab.
lnsofern halte ich eine erneute Einladung nicht für zielführend.

Mit freundlichen Grüßen

Helm Oroz
(i.V. Detlef Sittel)


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Sollte die Oberbürgermeisterin die UNESCO an die Waldschlösschenbrücke einladen? Sollte Dresden den Welterbetittel zurückfordern?
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