Freie Wähler - Kreisverband Sächsische Schweiz-Osterzgebirge

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FREIE WÄHLER Dresden: 365-Euro Ticket für alle und alles!

01. März 2019

Andere Städte machen es uns vor – und es funktioniert: 365-Euro-Ticket für alle und alles!

Auch Dresden diskutiert über Diesel-Fahrverbote, leidet unter Staus und Parkplatznot und verfügt gleichzeitig über einen hervorragenden Öffentlichen Personennahverkehr.

Die Freien Wähler Dresden e.V. (FW) sehen in Mobilität und Ökologie keine Gegensätze und schlagen deshalb einen Kompromiss vor. Luftqualität, Staugefahr und angespannte Parkplatzsituation lassen sich nicht mit Verboten und Reglementierungen von oben durchsetzen, sondern nur zusammen mit Bürgerinteressen. Deshalb sollten nach FW-Vorstellungen Bus, Bahn, Fähre, S-Bahn über ein 365 Euro-Jahresticket im Großraum Dresden täglich zusammen nur 1 € kosten.

„Wir wollen das Rad nicht neu erfinden, sondern erfolgreiche und bewährte Modelle übernehmen. Billige Tickets alleine führen aber nicht zum Erfolg. Es ist schön, wenn die Fahrkarte günstig ist, aber wenn der Bus nur alle 20 Minuten kommt, bringt das nichts. Deshalb muss Dresden investieren. Straßenbahnlinien verlängern und Takte verkürzen. Wir können zur Modellstadt Deutschlands werden,“ sagt Olaf Schumann, der für FW für den Stadtrat kandidiert.

Die Freien Wähler setzen auf den freiwilligen Umstieg der Bürger auf den ÖPNV. Derzeit wird die Bereitschaft zum Umstieg auf öffentliche Verkehrsmittel durch Fahrpreise verhindert, die das Auto als preiswerte Alternative erscheinen lassen. Es geht auch anders. In Wien haben mehr Menschen ein Jahresticket für den ÖVPN als ein Auto. Seit 2012 kostet ein Jahresticket der Wiener Linien nur 365 Euro. Das hat zu dem starken Anstieg der Fahrgäste geführt. Die Bürgermeister der fünf Modellstädte Bonn, Essen, Herrenberg, Mannheim und Reutlingen wollten nach Informationen der Zeitung „Handelsblatt“ mit dem Bundesumweltministerium über den Ausbau des öffentlichen Nahverkehrs zur Verbesserung der Luft in den Städten beraten. Bonn und Reutlingen sehen die österreichische Hauptstadt als Vorbild für ihre Verkehrspolitik.

Landes- und Kreischef Steffen Große: "Wir brauchen eine einfache, praktikable Lösung für ganz Sachsen, bei der Verkehrsmittel und Verbundgrenzen keine Rolle spielen.“